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Pestizide im Kakaoanbau: INKOTA kritisiert MARS

Pestizide im Kakaoanbau: INKOTA kritisiert MARS

Letztes Update: 12. Februar 2024

INKOTA kritisiert den Einsatz verbotener Pestizide im Kakaoanbau und fordert Schokoladenhersteller wie MARS auf, diesen zu beenden. Eine Protestaktion in Berlin brachte die Problematik auf die Agenda der Industrie.

Pestizide im Kakaoanbau: Eine Gefahr fĂŒr Mensch und Umwelt

Die Schokoladenindustrie steht vor einer ernsthaften Herausforderung: Der Einsatz von hochgefĂ€hrlichen Pestiziden im Kakaoanbau. Diese Chemikalien, die in der EuropĂ€ischen Union bereits verboten sind, gefĂ€hrden die Gesundheit von Kakaobauern und ihren Familien in Westafrika und stellen ein erhebliches Risiko fĂŒr die Umwelt dar. Die entwicklungspolitische Organisation INKOTA hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf diese Problematik aufmerksam zu machen und fordert ein Umdenken in der Branche.

Die Risiken von Pestiziden im Kakaoanbau

Die in Westafrika eingesetzten Pestizide beinhalten Wirkstoffe, die das Nervensystem schĂ€digen können – eine besorgniserregende Tatsache, insbesondere da rund 1,5 Millionen Kinder in Ghana und der CĂŽte d'Ivoire im Kakaoanbau arbeiten. Die gesundheitlichen Folgen sind gravierend und reichen von HautausschlĂ€gen bis hin zu einem erhöhten Krebsrisiko. Die Verwendung dieser Substanzen stellt nicht nur eine Verletzung der Menschenrechte dar, sondern ignoriert auch die Verantwortung der Schokoladenhersteller fĂŒr sichere Arbeitsbedingungen.

Die Forderungen von INKOTA und die Reaktion der Industrie

INKOTA hat mit der Kampagne Make Chocolate Fair! die fĂŒhrenden Schokoladenhersteller aufgefordert, bis 2025 den Einsatz von in der EU verbotenen Pestizidwirkstoffen in ihren Lieferketten zu beenden. Trotz einer Petition, die von ĂŒber 8.300 Menschen unterstĂŒtzt wurde, zeigen die RĂŒckmeldungen der Industrie, dass bisher keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen wurden, um die Bauern vor den schĂ€dlichen Auswirkungen der Pestizide zu schĂŒtzen.

Die Reaktionen der Schokoladenunternehmen

Obwohl INKOTA GesprĂ€che mit marktfĂŒhrenden Schokoladenherstellern suchte, waren nur drei der acht angesprochenen Unternehmen, darunter MARS, zu einem persönlichen Austausch bereit. Andere, wie Lindt & SprĂŒngli sowie Storck, reagierten lediglich schriftlich, wĂ€hrend einige, darunter Ferrero und Mondelez, die Forderungen bislang ignorieren. Dies zeigt, dass die Anerkennung des Pestizideinsatzes als menschenrechtliches Risiko in der Branche noch nicht ausreichend verankert ist.

Die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Betroffenen

Die gesundheitlichen Folgen des Kontakts mit hochgefĂ€hrlichen Pestiziden sind fĂŒr die Betroffenen in den Anbauregionen dramatisch. Symptome wie brennende Augen und HautausschlĂ€ge sind nur die sichtbaren Zeichen einer tiefergehenden Problematik. Langfristige gesundheitliche SchĂ€den, wie das erhöhte Risiko, an Krebs zu erkranken, sind schwerwiegende Konsequenzen, die es zu verhindern gilt.

Die Verantwortung der Schokoladenhersteller

Es ist an der Zeit, dass Schokoladenhersteller wie MARS ihre Verantwortung ernst nehmen und Lösungen prÀsentieren, die den Einsatz von Pestiziden im Kakaoanbau als menschenrechtliches Risiko anerkennen und bekÀmpfen. Die Industrie muss transparent darlegen, wie sie die Gesundheit und Sicherheit der Kakaobauern in ihren Lieferketten gewÀhrleistet und welche Schritte unternommen werden, um die Verwendung von gefÀhrlichen Pestiziden zu beenden.

Ausblick und Handlungsbedarf

Die Kampagne Make Chocolate Fair! und das Engagement von Organisationen wie INKOTA sind entscheidend, um auf die MissstĂ€nde im Kakaoanbau aufmerksam zu machen und die Einhaltung der Menschenrechte sowie das Ende ausbeuterischer Kinderarbeit zu fordern. Es ist nun an den Verbrauchern und der Industrie, gemeinsam fĂŒr eine nachhaltige und faire Produktion von Schokolade einzustehen und den Einsatz von Pestiziden im Kakaoanbau konsequent zu unterbinden.

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Der Einsatz verbotener Pestizide im Kakaoanbau ist ein ernstes Problem, das nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Kakaobauern gefĂ€hrdet. Die Organisation INKOTA hat kĂŒrzlich bei einer Protestaktion in Berlin auf diese MissstĂ€nde aufmerksam gemacht und fordert einen verantwortungsvolleren Umgang mit Pestiziden. Dieses Thema betrifft nicht nur die Schokoladenindustrie, sondern wirft auch ein Licht auf die Notwendigkeit von nachhaltigen Praktiken in der gesamten Lebensmittelbranche.

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